20. Expertenforum am 19. Mai 2014 im Roten Rathaus in Berlin: Mobile erreicht die Verwaltungen

Der Trend ist klar: wir befinden uns auf dem Weg in die Post-PC-Ära. „Das Zeitalter der Konnektivität, des „Internets der Dinge“ hat begonnen“ so Eröffnungsredner Franz-Reinhard Habbel, Sprecher DStGB. „Dies mache eine IT-Infrastrukturoffensive 2.0 bei den Kommunen dringend erforderlich“, so Habbel weiter. Der Bogen der Veranstaltung reichte von einer sehr plakativen und zugleich deutlich machenden Analogie der Entwicklungsgeschwindigkeit des Strassenverkehrs im Vergleich zur Entwicklungsgeschwindigkeit der IT, speziell des Internets, über die ausführliche Darlegung von Vor- und Nachteilen sowie Einsatzmöglichkeiten von „Web-Apps“ sowie „native-Apps“, bis zu den Möglichkeiten der professionellen Einbindung von elektronischen Zahlungsmöglichkeiten wie Paypal und den Eckpunkten des Datenschutzes und der Sicherheit bei mobilen Geräten und Anwendungen. Praxisbeispiele u. a. aus Wien, Bremen und Stolberg rundeten das Forum mit der Erkenntnis ab, dass es wichtig ist, unbedingt den mobilen Mehrwert für den User zu erfassen sowie -wenn möglich- eher Daten Firmen bereitzustellen, anstatt selbst Apps zu entwickeln oder zu beauftragen.

Gruppenfoto Expertenforum des BDIP 2014 - "Mobil erreicht die Verwaltungen"

Gruppenfoto Expertenforum des BDIP 2014 – „Mobil erreicht die Verwaltungen“

Der Vorsitzende des BDIP, Herr Rainer Appelt, fasste in seinem Schlusswort zusammen: Auch die Informationsangebote der Kommunen werden immer stärker über mobile Endgeräte abgerufen, was wegen der geringen Auflösung bei den Geräten zwangsläufig ein responsive Layout erfordert. Hier besteht großer Handlungsbedarf, da derzeit bei der Mehrzahl der Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland ein „responsive Auftritt“ nur geplant ist. Geht es um die Frage „Webapp“/“native App“, so gilt: zunächst sollte versucht werden, die Informationsangebote „responsive“ bereitzustellen. Eine WebApp wird in den meisten Fällen ausreichen, sofern es sich um eine einfache Formularanwendung handelt. Im Einzelfall sollte dann entschieden werden, ob eine native App sinnvoll ist. Wichtigste Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund der vergleichsweise hohen Erstellungs- und Folgekosten sind: eine ganzheitliche eGovernment-Planung sowie eine genaue Analyse der Bedarfe bei den Kunden. Und nicht zuletzt ist genau zu prüfen, ob Inhalte, Services und Funktionen Kerngeschäft der Verwaltung oder nicht viel besser durch andere Anbieter bereitgestellt werden sollte.

Mit Hilfe der auf im Folgenden herunterladbaren Vorträge der Referenten des 20. Expertenforums des BDIP können alle angesprochenen Themen nachgelesen werden.

AGENDA und DOWNLOADS
20. Expertenforum des BDIP in Berlin „Mobile erreicht die Verwaltungen“

 

Alles wird mobil – Städte als Raum der Kommunikation/ 5 Grundsätze zu mobileGov
Franz-Reinhard Habbel, Sprecher DStGB, Leiter InnovatorsClub/ Dirk Arendt, Good Technology – Vortrags-Download: Good_DAR_Berlin_Mai2014.pptx

Entwicklungen und Notwendigkeiten der Mobildarstellung für Städte
Jens Fromm, Fraunhofer FOKUS, Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT), Berlin Vortrags-Download:BDIP_Fromm.pptx

Ergänzung von Stadtportalen durch City-Apps als PPP-Modell
Matthias Kant, CITYGUIDE AG, Zürich

Mobile Zahlung von Verwaltungsleistungen
Boris Wolter, PayPal SE, Potsdam – Vortrags-Download: 20140519_BDIP.pptx

Praxisberichte aus zwei kommunalen Mobile-Projekten
Zwei Mobile-Umsetzungen, einmal als Responsive Design und einmal als App mit Schnittstellen zum Internet-Portal, werden beispielshaft vorgestellt. Die Referenten stehen anschließend für Fragen zur Verfügung.
Vortrags-Download „Projekt Stolberg“: Vorstellung des Stolberg-Projektes – BDIP-Expertenforum.pptx
Vortrags-Download „Responsive“ SIX_Mobile-Trend_BDIP

Datenschutz und Sicherheit bei Mobile Devices
Herr Matthias Hirsch Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – angefragt – Vortrags-Download: Mobile IT-Sicherheit

Praxisbericht: Bremen mobil
Henning Sklorz, Bremen.Online GmbH – Vortrags-Download: Bremen-OnlineBDIP

Außerdem möchten wir Sie schon jetzt auf den nächsten BDIP Kaminabend am 1. Dezember 2014 in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin hinweisen. Auch hier gilt: Bitte melden Sie sich rechtzeitig an. Die Anzahl der Teilnehmerplätze ist begrenzt. Gern senden wir Ihnen Informationsmaterial zu den Veranstaltungen zu.

 

 

01.12.2014
Exklusives Ambiente, Top-Impulsvorträge & Onlinebefragung via Smartphone:
Ein gelungener BDIP-Kaminabend 2014 zum Thema „Mobile“ erreicht die Verwaltung

In der besonderen Atmosphäre gleich neben dem Plenarsaal des Deutschen Bundestages initiierten die geladen Gäste wie Saskia Esken (Stellv. Sprecherin des Bundestagsausschusses Digitale Agenda) F.-H. Habbel (Sprecher des DStGB) und Isa Sonnenfeld (Twitter Inc.), mit ihren polarisierenden Impulsbeiträgen eine fachliche Diskussion unter den Vertretern von Städten und Dienstleistern.

Der BDIP führte zum ersten Mal begleitend zur Diskussion und den Impulsvorträgen eine Onlinebefragung via Handy zum Thema „Mobile erreicht die Verwaltung“ durch. Die Befragung erfolgte in mehreren Blöcken. In der Galerie finden sie die wichtigsten Ergebnisfolien.

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Impressionen
vom 3. Kaminabend des BDIP im Reichstag

 

Einladung zum Kaminabend des BDIP im Reichstag

Smartphones sind inzwischen aus dem Alltag der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr weg zu denken. Mit steigender Tendenz heißt das Zauberwort „mobile“. Die Meinungen, was und wie der richtige Weg für die Städte und Gemeinden in Bezug auf das Thema „mobile“ ist, gehen weit auseinander. Genau an diesem Punkt setzt der BDIP mit seinem Kaminabend an:

In einmaliger Atmosphäre im Dachrestaurant Käfer im Hause des Deutschen Bundestages, direkt an der Glaskuppel des Reichstages gelegen, werden wir mit Isa Sonnenfeld (Head of Broadcast & Government, Twitter Inc.), Saskia Esken (Stellv. Sprecherin des Bundestagsausschusses‚ „Digitale Agenda“), Franz-Reinhard Habbel (Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes) und Frau Cornelia Rogall-Grothe (Staatssekretärin im BMI, Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik – angefragt) kontroverse Thesen kompetent aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Für die Teilnehmer soll dieser Kaminabend exklusive Anregungen für Handlungsstrategien und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen geben.

Wir möchten u. a. mit Ihnen über diese Thesen diskutieren:

  • „Mobile“ macht klassische Stadtportale (auch responsive) überflüssig
  • „Mobile“ wird Dreh- und Angelpunkt der Bürgerkommunikation
  • Ohne berührungsloses Identifizieren & Bezahlen ist „Mobile“ völlig überbewertet

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die besondere Gelegenheit zu einer geführten Begehung der Reichstags-Kuppel und einem Eindruck vom Parlamentsbetrieb.

Wichtiger Sicherheitshinweis für den Besuch des Kaminabends
Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen des Deutschen Bundestages von allen Gästen Name, Vorname und Geburtsdatum benötigen. Diese werden wir dann an den Polizei- und Sicherheitsdienst weiterleiten. Für den Einlass ist ein gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild notwendig.

Downloads:

 

 

19. Expertenforum am 02.12.2013 in Berlin ein voller Erfolg!

Gruppenfoto BDIP Expertenforum 2013 in Berlin
Das Feedback der TeilnehmerInnen und ReferentInnen war einstimmig: diese Veranstaltungsreihe verdient das Prädikat wertvoll und ist aufgrund der Kombination von aktuellen Themen mit Beiträgen und Diskussionen von und mit ausgewiesenen Experten auf dem jeweiligen Themengebiet einmalig in Deutschland. Passend hierzu das besondere Ambiente des Roten Rathauses von Berlin.

Das 19. Expertenforum wurde in Zusammenarbeit mit Hern Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte und Gemeindebundes, durchgeführt. Die Beiträge beim zum Thema “Tabu Social Media und Mobile – verlieren die Verwaltungen ihre BürgerInnen von morgen?” finden Sie in der folgenden Linkliste als Download. Für Rückfragen steht Ihnen der Vorstand unter info@bdip.de gern zur Verfügung.

Die Beiträge des 19. Expertenforums
in der Vortragsreihenfolge zum Downloaden

  • Datenschutz und Vertraulichkeit ausländischer Geheimdienste in Zeiten von Social Media und möglichen Spähangriffen Markus Böger, Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport – Vortrag nur auf Anfrage an -> info@bdip.de erhältlich.
  • Social Media bis Mobile – Verlieren Kommunen Ihre Bürger von Morgen durch immer schnellere Trends?Vortrag von Hern Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte und Gemeindebundes -> 131202 Berlin BDIP Epertenforum
  • Strategien und Erfahrungen der Stadt Berlin mit Social Media und mobilen Angeboten (Apps) Praxisbericht der Stadt Berlin durch Praxisbericht Berlin Herrn Ganser -> 131202_Portalstrategie_Land-Berlin
  • Der Mobile-Trend erreicht die Verwaltungen Detlef Sander, -> Der Mobile-Trend erreicht die Verwaltung
  • Potenziale und Möglichkeiten für Städte mit Social Media – Was können kommunale Portale tun, um ihre Einwohner von morgen für sich zu gewinnen? Dr. Gunnar Bender, Director Public Policy Martin Fuchs, pluragraf.de
    -> BDIP_Potenziale und Möglichkeiten für Städte mit Social Media_Martin Fuchs_02.12.2013

Expertenforum

Rotes Rathaus
Die Veranstaltungsreihe „Expertenforum des BDIP“ steht im Zentrum unserer Aktivitäten und findet stets im Roten Rathaus in Berlin statt. Ausschlaggebend ist die Zielsetzung, hochwertige Inhalte und fachlich kompetente Kommunikation zeitlich und inhaltlich zu komprimieren.


Impressionen

Video mit Ausschnitten des 18. Expertenforums

Bildergalerie der vergangenen Expertenforen

Mitgliederversammlung – Vorstand des BDIP für 2014/15 neu gewählt

Menschen stehen im Kreis
Im Anschluß an das 19. Expertenforum am 02.12.2013 in Berlin tagte die Mitgliederversammlung des BDIP. Dabei wurde der Vorstand entlastet und neu gewählt. Der Vorsitzende Rainer Appelt wurde wie auch seine Vorstandskollegen Michael Faltig, Detlef Sander und Robert Schaddach (Schatzmeister) einstimmig wiedergewählt. Als Nachfolger für den aus dem Vorstand ausgeschiedenen Kollegen, Herrn Dr. Petersen, konnte Herr Dirk Knäpper (SIX Offene Systeme) gewonnen werden. Als nächste Ziele der Verbandsarbeit sind die Überarbeitung der Website, die Mitgliedergewinnung und eine erhöhte Transparenz der Vorstandsarbeit beabsichtigt.

26.02.2013

Kaminabend des BDIP mit Herrn Schallbruch (BMI), Herrn Staatssekretär Statzkowski und Herrn Dr. Bremer (Google) in die Parlamentarische Gesellschaft, Berlin

Thema „Tabu Social Media – verlieren Verwaltungen ihre BürgerInnen von morgen?

Gerade die öffentlichen Verwaltungen sind bei der Nutzung von u. a. Facebook aus datenschutzrechtlichen Gründen sehr stark eingeschränkt bzw. es fehlen klare, praktikable Vorgaben. Facebook-Verbote und -Boykottaufrufe seitens der Datenschützer lösen nicht das anwachsende Problem der Mehrzahl der öffentlichen Verwaltungen in Deutschland: ihre BürgerInnen von morgen können sie nicht mehr oder nur sehr schwer mit ihren Webauftritten erreichen.

Denn aktuellen Statistiken zufolge nutzen die BürgerInnen von morgen vor allem Social-Media Plattformen wie Facebook & Co und verlassen diese eher ungern. Es stellt sich daher die Frage, welche Maßnahmen notwendig sind oder bereits laufen, um hier in angemessener Zeit einen wichtigen Schritt nach vorn zu machen.

18. Expertenforum des BDIP zum Thema „Social Media und Datenschutz“

„Soziale Netzwerke können von Kommunen genutzt werden, wenn die Qualität der eingestellten Daten stimmt“ so Peter Schaar beim 18. Expertenforum des BDIP zum Thema „Social Media und Datenschutz“ am 25.11.2011 in Berlin

„Soziale Netzwerke können von Kommunen genutzt werden, wenn die Qualität der eingestellten Daten stimmt“ so Peter Schaar beim 18. Expertenforum des BDIP zum Thema „Social Media und Datenschutz“ am 25.11.2011 in Berlin

Der BDIP hatte im zehnten Jahr seines Bestehens in Kooperation mit dem deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) zum Expertenforum nach Berlin ins Rote Rathaus eingeladen. Die europaweit kontrovers diskutierten Themen „Soziale Netzwerke und Datenschutz“ waren das Thema des 18. Expertenforums.

Namenhaften Referenten wie der Bundesbeautragten für den Datenschutz, Herrn Peter Schaar, der Sprecher des DStGB, Herrn Franz-Reinhard Habbel oder Stefean Wittke, Verantwortlicher für die Facebookfahndung der Polizei gaben mit ihren Vorträgen praxisnahe Antworten auf viele dringende Fragen zum Thema Soziale Netzwerke und Datenschutz und waren Garanten für einen vollen Erfolg des Forums.

In seiner Eröffnungsrede begrüßte der Vorstandsvorsitzenden des BDIP, Herr Rainer Appelt den Staatssekretär und Sprecher des Berliner Senat, Dr. Richard Meng, und dankte ihm für die gute Zusammenarbeit bei der Organisation der Expertenforen.

Der Bundesbeautragten für den Datenschutz verdeutlichtete seine Sichtweise bei der Nutzung von Facebook & Co: man könne sich bei der Nutzung von Facebook durch die Kommunen die Frage nach dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer stellen. Handle es sich um eine Auftragsdatenverarbeitung durch Facebook, so sei diese nicht möglich. Geht man jedoch davon aus, dass solch ein Vertragsverhältnis nicht besteht, so sei eine Nutzung von Facebook durch die Kommunen sehr wohl möglich. Wichtigstes Kriterium sei dann die Qualität der eingestellten Daten.

Der Sprecher des DStGB, Herr Franz-Reinhard Habbel, zeigte auf, dass Social- media-Prozesse auf dem Weg zu einer aktiven Bürgerbeteiligung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Es gäbe nicht die Frage, ob, sondern wie Städte und gemeinden über die Sozialen Netzwerke in Kommunikation treten. Ein Engagement der Städte im Web 2.0 gehöre auf die Agenda der Städte des 21. Jahrhunderts.

Herr Stefan Wittke, Pressesprecher der Polizei Niedersachsen, machte in seinem Vortrag zur Facebookfahndung der Polizei praxisnah deutlich, dass ein Auftritt in Sozialen Netzwerken nicht nur dem Absender einen Mehrwert, sondern auch gerade den Usern bieten muss. Soziale Netzwerke wie Facebook sind in Bezug auf die Altersgruppe unter 30 Jahre besonders von Interesse, da diese Zielgruppe von den Verwaltungen mit ihrer traditionellen Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr erreicht werden können. Dies erfordert aber auch neue Wege bei der Kommunikation: Nicht nur senden, sondern auch empfangen, Transparenz, Aktualität und offener Umgang mit Fehlern in der „Community“, was bisweilen gerade für große Verwaltungsinstitutionen Neuland bedeutet.

Mit ihrem Vortrag „Social Media in der öffentlichen Verwaltung“ gab Frau Renate Mitterhuber, Leiterin E-Government- und IT-Strategie bei der Stadt Hamburg basierend auf ihrem gleichnamigen Standardwerk einen fundierten Überblick. Die Themen reichten von einer fundierten Einführung, einen Überblick in Sachen „Soziale Netzwerke“, deren Instrumente, Plattformen, Nutzen, Zielgruppen bis hin zu praktisch anwendbaren sogenannten Social Media Guidline für die Verwaltungen.

Abgerundet wurde das Expertenforum aus der Sicht eines Fachmanns in Sachen Internetrecht, Herrn RA Niko Härting, HÄRTING Rechtsanwälte. So kollidiere häufig

das Recht auf Selbstbestimmung mit dem Recht auf freie Kommunikation. Hier bedarf es eines Abwägungsprozesses. Wichtig sei es, das Datenschutzrecht, welches aus dem „Vorinternetzeitalter“ resultiere, den heutigen Begebenheiten und Erfordernissen anzupassen, um so viele bis heute offene Fragestellungen zum Datenschutz beantworten zu können.

Einigkeit herrschte bei allen Anwesenden, dass das von einigen Landesdatenschutzbeauftragten wie und auch dem Bundesbeauftragten geforderte Verbot der Nutzung des Facebookbuttons „Finde ich gut“ auf der Homepage von öffentlichen Verwaltungen und Institutionen richtig ist. Gleichzeitig unterstrich Herr Wittke, dass der Einsatz dieses Button seiner praktischen Erfahrung nach keinerlei Mehrwert biete.

Am Vorabend des 18. Expertenforum hatte der BDIP erstmals zu einem Kaminabend in die Parlamentarische Gesellschaft eingeladen. Dieser Abend sollte dazu dienen, Trends und Entwicklungen bei sozialen Netzwerken zu diskutieren und so auf das Thema des Expertenforums einzustimmen.

Zu Beginn des Abends hielten der Vorsitzenden der Enquete Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“, Herrn MdB Axel Fischer (CDU) stellvertretend für die Politik, der Begründer des ConventionCamp in Hannover und Inhaber der Agentur W3Design, Herrn Ingo Stoll, stellvertretend für die Wirtschaft und der Sprecher des DStGB, Herrn Franz-Reinhard Habbel kurze Impulsreferate. Diese dienten den Teilnehmern für eine sehr engagierte und fachlich fundierte Diskussion bzw. Reflektionen, moderiert vom Vorsitzenden des BDIP, Herrn Rainer Appelt. Die Teilnehmer äußerten sich ausnahmslos sehr positiv über diesen Kaminabend; aufgrund des exklusives Ambientes, dem köstlichen Abendmenue in Kombination mit der exklusiven Teilnehmerrunde ermutigten die Teilnehmer den BDIP, diese Veranstaltung als geeignete Einstimmung auf ein nächstes Expertenforum fortzusetzen.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal dem Rathaus, insbesondere Herrn Staatssekretär Dr. Richard Meng und Herrn Horst Ulrich für die Unterstützung und die Bereitschaft, auch in Zukunft dieser Veranstaltung in Berlin eine Heimat zu geben.

Auf Wunsch vieler Beteiligter werden wir in 2012 diese Veranstaltungsreihe mit ähnlicher Thematik fortsetzen. Beiträge zu dieser Veranstaltung können gern auf Nachfrage zur Verfügung gestellt werden (info@bdip.de).

Peter Schaar Bundesbeautragten für den Datenschutz

Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des DStGB

24.11.2011

Kaminabend des BDIP mit MdB Axel Fischer (CDU) und Ingo Stoll (W3Design) in der Parlamentarischen Gesellschaft, Berlin

Am Vorabend des 18. BDIP Expertenforums im Roten Rathaus zum Thema „Soziale Netzwerke und Datenschutz“, um in entspannter und exklusiver Runde mit dem Vorsitzenden der Enquete Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“, Herrn MdB Axel Fischer (CDU), sowie dem Begründer des ConventionCamp in Hannover und Inhaber der Agentur W3Design, Herrn Ingo Stoll, zusammen das Thema zu diskutieren. Bei einem guten Essen wurden Trends und Entwicklungen bei sozialen Netzwerken diskutiert und so auf das Thema des Expertenforums eingestimmt.

17. Expertenforum vom 04. April 2011: Machen Suchmaschinen und Soziale Netzwerke kommunale Homepages überflüssig?

Das 17. Expertenforums des BDIP in Berlin stand ganz im Zeichen des Themas „Soziale Netzwerke“ und „Relaunch von kommunalen Internetportalen“. Zum Auftakt des Forums im Roten Rathaus verband Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, die Herausforderungen für kommunale Webseiten mit der provokanten Frage an die Teilnehmer, ob Suchmaschinen in Verbindung mit sozialen Netzwerken nicht kommunale Homepages überflüssig machten?

Das die Präsenz von Kommunen in Sozialen Netzwerken eine gute Chance bietet, einen stark wachsenden Nutzerkreis zeitnah zu erreichen, zeigte der Geschäftsführer von Hamburg.de, Herr Axel Konjack in seinem Vortag zur Bedeutung von Sozialen Netzwerken für das Stadtportal Hamburg.de. Aber die Nutzung und Partizipationen in diesen Netzen verlangt gerade bei Kommunen nach rechtlichen und datenschutzrelevanten Antworten. In seinem Vortrag „Rechtliche Fragen und Aspekte im Zusammenhang mit kommunalen Portalen und Sozialen Netzwerken“ ging Rechtsanwalt Dr. Jan-Peter Psczolla aus Bonn auf viele Fragen rund um die Themenschwerpunkte ausführlich und praxisnah ein.

Als „Best Practice-Beispiele“ für den Relaunch einer kleineren und einer großen Kommune gaben die VerteterInnen von Scharbeutz.de und Braunschweig.de anhand ihrer umfassenden Erfahrungen wertvolle Tipps für den in vielen Kommunen anstehenden Neustart der Homepage. Rainer Appelt, Vorsitzender des BDIP, stellte die These auf, dass insbesondere für kleinere Kommunen die Nutzung von Sozialen Netzwerken eine große Chance böte, mit den großen Städten im Marketing der Seite und des Ortes gleichzuziehen, ohne die vielen Entwicklungsschritte der großen Städte machen zu müssen.

„Das Forum hat gezeigt, dass das Thema Soziale Netzwerke weiter vertieft werden sollte und ein großer Bedarf der Teilnehmer an „Erfahrungsaustausch“ besteht“, so der Vorsitzende des BDIP, Rainer Appelt in seinem Fazit, und Appelt weiter: „Der BDIP wird ein weiteres Expertenforum von „Mittag bis Mittag“ initiieren, bei dem die Teilnehmer am Abend die Möglichkeit eines umfassenden Erfahrungsaustausch haben werden“.

Die Vorträge:

16. Expertenforum vom 19. April 2010 im Roten Rathaus in Berlin

Das 16. Expertenforum des BDIP im April 2010 zeigte interessante Einblicke in die Sichtweisen und Handlungsfelder des Deutschen Städtetages und die des Städte- und Gemeindebundes. Ein Schwerpunktthema stellte das Thema „soziale Netzwerke“ bzw. „Web 2.0“ da. Die Vorträge verdeutlichten die täglich wachsende Bedeutung der sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook etc.. Es sei ein Irrtum, es handle sich hierbei nur um eine Eintagsfliege und um User, die für kommunale Portale bedeutungslos sind. So würden heute bereits ganze Unternehmen via Twitter geführt, Geschwindigkeit und Reichweite seien besonders hervorzuheben. Einige Portale wie Hamburg.de, Köln.de oder Frankfurt.de nutzten bereits die Möglichkeit, z. B. bei Twitter offizielle Informationen zu „twittern“. Letztendlich wird via Links von den Meldungen auf die jeweilige kommunale Site zusätzlicher Traffic generiert. In Bezug auf die Zukunft der Portale wurden vom Vertreter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Herrn Franz-Reinhard Habbel folgende sieben Thesen formuliert:

Sieben Thesen zur Zukunft der Kommunalen Webseiten:

1. Kommunale Webseiten müssen die ganze Stadt abbilden.

2. Kommunale Webseiten brauchen Kontakt zu sozialen Netzwerken.

3. Kommunale Webseiten müssen sich stärker der Zivilgesellschaft widmen. Beispiel ein “Engagement Knopf” anbieten. Ein Vorleser bieten an und Nachfrager fragen ab. Eltern engagieren sich im Kindergarten etc.

4. Kommunale Webseiten müssen in Redaktionen der lokalen Zeitungen eingebunden werden. Beispiele Zuständigkeitsfinder in Baden-Württemberg oder was Herr Kruse in Hamburg gemacht hat.

5. Kommunale Webseiten müssen mit D115 in Verbindung treten.

6. Kommunale Webseiten müssen stärker auf Web 2.0 zugeschnitten werden, um die Chancen einer neuen Kommunikationsstruktur zu ergreifen.

7. Kommunale Webseiten müssen Zugang zu maschinenlesbaren Daten ermöglichen, also “Open Data”. Beispiel hier in England “Data gov”. Da werden Daten der Polizei, Krankenhäuser, der Behörden etc. in die Öffentlichkeit gebracht. Um so etwas bei uns auch umzusetzen, werden Kommunen in Deutschland gesucht, die sich unserem Pilotprojekt von uns beteiligen wollen. Informationen dazu können zugeschickt werden.

 

Der BDIP hat das große Interesse der Teilnehmer an diesem Thema wie auch den hohen Informationsbedarf zum Anlaß genommen, die Sozialen Netzwerke bei dem kommenden Expertenforum im November 2010 erneut in den Mittelpunkt zu stellen. So plant der BDIP, das kommende Expertenforum als eine erweiterte Veranstaltung, bei der am Vorabend des Kongresses Referenten und Teilnehmer in Berlin bei einem Kamingespräch die Möglichkeit haben, in entspannter Atmosphäre z. B. die nicht ganz unumstrittenen sozialen Netzwerke zu diskutieren. Geplant ist, das Expertenforum zusammen mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund in Berlin zu veranstalten.

Die Vorträge: